Vor gut zwei Wochen haben wir der russischen Botschaft in Berlin einen »offenen Brief an Präsident Wladimir Putin übergeben und über diese Aktion auch zahlreiche Medien, die Botschaften der USA und GB, den BND ;o), sowie alle Abgeordneten des deutschen Bundestages informiert. Zeit, ein kleines Resümee zu ziehen.

 




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Bei den deutschen Medien funktionieren die Mail-Server nicht!
von Tilo Schönberg

Sage und schreibe NULL Reaktion kam aus dieser Ecke, egal ob öffentlich-rechtlich oder kommerziell. Soviel Schweigen ist nicht nur von Übel, es schreit geradezu nach Gegenöffentlichkeit.
Ganz anders sah es dagegen auf der russischen Seite aus und um es gleich vorweg zu nehmen: Unser Brief ist dort nach wie vor ein großes Thema!

Nicht nur, dass Jochen Scholz, dank reger Interview-Tätigkeit für russische TV-Sender, langsam zur internationalen Berühmtheit wird, gab es nebenbei auch ein umfangreiches Interview von Anna Rose, Deutschland-Korrespondentin der Rossijskaja Gazeta, dem Amtsblatt der russischen Regierung, mit Volker Bräutigam (0815-Info wird das sofort nachreichen, sobald... siehe unter Quellenangaben). Es wird auf russischer Seite sehr lebhaft über unseren Brief diskutiert, immer noch.







Ich darf an dieser Stelle - ausnahmsweise - aus einer Mail zitieren :

"... und so dürfen wir jetzt mit der Resonanz unserer Aktion zufrieden sein, vor allem auch mit den eindrucksvollen, überzeugenden Statements von Jochen Scholz. ... Meine russischen Bekannten berichten mir, daß der Nachhall im russischen Internet immer noch zu vernehmen ist und auch stärker war als bei uns, vor allem in den Diskussionsforen. Sie halten für wahrscheinlich, daß Putin selbst den Brief gelesen hat. Das wäre so schön, wie es m.E. bitter gewesen wäre, wenn man Putin hätte berichten müssen, daß seine an die Deutschen gerichteten Worte ohne irgendein Echo geblieben wären. Unser Brief gilt vielen Russen anscheinend auch als Beweis für Meinungsumfragen, nach denen die überwiegende Mehrheit der Deutschen gegen die Sanktionsmaßnahmen eingestellt ist. Daß die deutsche Medienlandschaft beflissen schwieg, konnte kaum überraschen..."

Im Klartext: Der Brief dient in den Diskussionen in Russland als Beweis dafür, dass die eigenen russischen Medienberichte über den mehrheitlichen Widerstand der Deutschen gegen die westliche Kriegshetze nicht nur bloße Zweckpropaganda sind. Das bedeutet schlicht: Botschaft angekommen.

Quellenangaben:

© Grafik: mit freundlicher Genehmigung © www.egonkramer.de

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