Großbritannien versorgt Arme mit Gratis-Internet
Großbritanniens Premierminister Gordon
Brown hat eine neue Initiative angekündigt, um rund 270.000
einkommensschwache Familien mit Laptops und kostenfreiem
Internet-Zugang zu versorgen.
Premier Brown will digitale Kluft schließenvon Manuel Haglmüller
London - Das Projekt soll dazu beitragen, die digitale Spaltung der Gesellschaft zu bremsen. "Die Kluft zwischen Arm und Reich äußert sich auch im Netz", meint Bernd Rudolph von der Initiative gegen digitale Spaltung. Die digitale Spaltung der Gesellschaft sei nicht nur ein Thema der Verfügbarkeit von Breitbandzugängen, sondern auch grundlegendes Merkmal der Lücke zwischen Arm und Reich.
Schulalltag geht online
Eltern mit niedrigem Einkommen sollen anhand des britischen Internet-Projekts am schulischen Lernprozess ihrer Kinder teilhaben können. Online würden künftig etwa Schulberichte abrufbar und der Lernerfolg der Schüler überprüfbar sein. Alle Eltern müssten den Fortschritt ihrer Kinder in der Schule mitverfolgen können. Dazu will Brown jeden Haushalt mit einem Breitbandanschluss versorgen, alle Familien sollen mit ihrer Schule verlinkt sein.


Um auch einkommensschwachen Eltern von Kindern
zwischen drei und neun Jahren eine Teilnahme am Schulnetzwerk zu
ermöglichen, stellt der Premierminister dem Guardian zufolge
Investitionen in Höhe von 300 Mio. Pfund (rund 334 Mio. Euro) in
Aussicht. Damit begegnet Brown den wachsenden Bildungsunterschieden
zwischen armen und besserverdienenden Haushalten. "Ein Zugang zum
Internet ist für die Entwicklung der Medienkompetenz von Kindern und
Jugendlichen wichtig", betont Rudolph. Die
Initiative sei daher sehr sinnvoll und zu begrüßen.
Quelle: pte
Quelle: pte









